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Informationsbüro für Psychotherapie & Alternativen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Rational-Emotive Therapie (RET)Verfahrens-Kurzbeschreibung Begriff: Die Rational-Emotive Therapie ist ein psychologisches
Verfahren, das sowohl gesprächs- wie verhaltensorientiert ist. Geschichte: Die RET wurde in den 50er Jahren von dem amerikanischen Psychologen Albert Ellis entwickelt. In den USA gilt sie als ein fest etabliertes Verfahren. In Deutschland wird die RET seit etwa 15 Jahren mit zunehmender Beachtung ausgeübt. Ziele: Das Verfahren will seelische Störungen im Bereich der Einstellungen, Gefühle und des Verhaltens behandeln. Über eine differenziertere Selbst-und Fremdwahrnehmung und über eine kritische und rationale Überprüfung der eigenen Überzeugungen sollen die KlientInnen lernen, sich selbst zu akzeptieren und die Verantwortung für ihre Ziele zu übernehmen. Die Altersgruppe der KlientInnen erstreckt sich von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bis zu alten Menschen. Behandelt werden eine Vielzahl von Störungen im psychischen und psychosomatischen Bereich. Vorgehensweise: Die RET wird als Einzel- und Gruppentherapie
angeboten. In der Therapie werden irrationale Überzeugungen bewußt
gemacht, infragegestellt und verändert im Sinne einer kognitiven
Umstrukturierung. Gleichzeitig sollen auch die aus den Einstellungen resultierenden
Gefühle intensiv erlebt und verändert werden. Auf der Verhaltensebene
soll angestrebtes verändertes Verhalten eingeübt und gefestigt
werden. Angewendete Methoden der Veränderung: sokratischer Dialog
zur Überprüfung der irrationalen Lebensphilosophien; rationale
Selbstanalyse als inneres Selbstgespräch mit dem Ziel der Einsicht
in den Zusammenhang von Einstellungen und daraus folgenden belastenden
Gefühlen und Verhalten; rational-emotive Vorstellungsübung zur
lebhaften Veranschaulichung der Situation, in der leidvolle Gefühle
auftreten. Theorie: Die Theorie der RET ist psychologisch begründet und wurde auf dem Hintergrund eines lernpsychologisch-erfahrungswissenschaftlichen Modells entwickelt. Im Mittelpunkt steht der Mensch als ein zielorientiertes und soziales Wesen, der daran leidet, daß seine blockierenden Einstellungen und Gefühle ihn hindern, seine Ziele zu erreichen. Diesem Leiden ist der Mensch aber nicht hilflos ausgeliefert, sondern er kann mit Hilfe seiner geistigen Kräfte lernen, Gefühle und Verhalten aktiv zu verändern und so seine Lebensziele zufriedenstellender zu erreichen. Die Therapie setzt an gegenwärtigen Konflikten auf der Einstellungs-, Gefühls- und Verhaltensebene an und will Gesundheit bewirken durch Befähigung zu einem rational überprüften, flexiblen Verhalten. Bewertung: siehe Verhaltenstherapie Verwendete Literatur:
Web-Adressen zum Thema:
AutorIn: J. Pieper (1995), überarbeitet (2002) - Text: vp_rete-b - Aktualisiert: 26.09.02
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